Vorkommen

Edelweiss Lebensraum

Edelweiss gedeiht in voller Sonne, auf kalkhaltigen, schwach humosen Böden. Edelweiss reagiert sehr empfindlich auf Nässe. Bei vollsonnigem Standort entwickelt die "Leontopodium alpinum" die schönen weissen Blätter, an halbsonnigen Standorten bleibt sie eher grau. Die Pflanze erreicht eine Höhe bis zu 20 cm. Die Blütezeit ist von Juni bis September.

Heimisch ist "Leontopodium alpinum" in den europäischen Alpen. Sie ist auch in asiatischen Ländern zu finden. Aus China stammt z.B. „L.soulliei“. Sie bildet dichte, bis zu 15 cm hohe Rasen und die Blätter sind schmal. Von Juni bis Juli trägt sie silberweiss umrandete Blüten.
Das Edelweiss findet sich auf steinigen Wiesen, Kalksteinfelsen, seltener auf Alpwiesen, ist ungleichmässig verteilt und bevorzugt felsige Kalksteinumgebung auf Höhenlagen zwischen 1800 und 3000 Metern. Es zeigt eine Präferenz für kieselsäurehaltige Standorte, auch auf Kalk, wo es Chertknollen anzeigt. Die sehr üppigen Vorkommen z.B. im Allgäu an der Höfats sind auf kieselsäurehaltigen Aptychenschichten. Man findet Edelweiss in mittel- und südeuropäischen Gebirgen wie Pyrenäen, Alpen und Balkan. Die nächsten Verwandten des europäischen Edelweisses finden sich in Tibet, im Himalaya, in Japan, Korea usw.

Das Edelweiss könnte also eine große Zukunft haben. Die zähe Alpenblume - das haben Bayreuther Botaniker herausgefunden, scheint auch dem Klimawandel vorerst trotzen zu können. Ihr grösster Feind bleibt also vorerst der Wanderer, der sich den weissen Stern als Souvenir mit nach Hause nehmen möchte.

Anpflanzung von Edelweiss

Im Februar wird das Edelweiss ausgesät. Die Samen keimen im Allgemeinen gut und wachsen bis zum Herbst soweit heran, damit sie dann ins Freiland gebracht werden können. Im Frühherbst können alte Stauden geteilt werden.
Leider wurde die Bekanntheit von Edelweiss der Pflanze zum Verhängnis. Heute ist die Pflanze in ihrem Bestand bedroht und steht unter Naturschutz.
Durch die Kultur in Gärtnereien ist dieser schmucke Körbchenblüher (Asteraceae) mit dem botanischen Namen Leontopodium alpinum auch in unseren Gärten zu finden. Vor allem in Steingärten gedeiht Edelweiss sehr gut.
Für den Garten ist „L.himalayanum“ geeignet. Die Blütenstände werden bis zu 7 cm breit und sitzen auf 10 bis 15 cm langen Stielen.

Vorkommen in der Schweiz

Vorkommen Leontopodium alpinum

Buchtitel Leontopodium alpinum

Edelweiss aus kontrolliert biologischem Anbau

Edelweiss ist aufgrund des geringen Vorkommens und wegen der wertvollen Eigenschaften eine geschützte Alpenblume. Spezifische Wirkstoffe helfen der Pflanze unter harten Klimabedingungen und starker UV-Strahlung in einer Höhenlage von 1500 – 3400 Metern seit über 1000 von Jahren zu überleben. Heute wird Edelweiss in der Schweiz in speziellen Alpengärten auf einer Höhe von über 1100 Metern gezüchtet. In kontrolliert biologischem Anbau wird Edelweiss handkultiviert und im August, September geerntet. Der Edelweissextrakt wird durch Kaltextraktion gewonnen.

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