Geschichte

Einwanderung

Die Art ist nach der Eiszeit aus den innerasiatischen Steppen in die Alpen eingewandert. Es ist also keine Felsenpflanze. In Gärtnereien gibt es aus dem Himalaja stammende Edelweiss-Arten, die auch im Tiefland ihre weisse Farbe behalten.

Edelweiss wird seit langem von Bergbewohnern als Naturmedizin für Mensch und Vieh und als leistungsfähigen Talisman bewertet, der vor Übel schützt. Ein Edelweiss-Sträusslein gilt auch als Liebesbekenntnis, hilft freie Radikale zu neutralisieren und verhindert die Verstärkung von Superoxiden, die zum Alterungsprozess der Haut beitragen. Edelweiss enthält UV-Licht filternde Stoffe, hilft bei der Behandlung von Gefässproblemen und wirkt lindernd, entzündungshemmend und antiseptisch.

Edelweiss als Symbol

Schweiz: In der Schweizer Armee als Rangabzeichen von Generälen. Logo von Schweiz-Tourismus. Name und Logo der Charter-Airline „Edelweiss-Air“.

Deutschland: Logo des Deutschen Alpenvereines. Bergmützen-Abzeichen der Gebirgsjäger der Bundeswehr. Zeichen der Bergwacht mit Ausnahme der Bergwacht Schwarzwald. In Nazi-Deutschland wurde das Edelweiss zum Namen der Widerstandsbewegung der Edelweisspiraten.

Österreich: Aus Metall auf den Feldkappen des österreichischen Bundesheeres. Das Edelweiss wurde 1907 von Kaiser Franz Joseph den zur Verwendung im Gebirge bestimmten Truppen der österreichisch-Ungarischen Armee als Abzeichen zugewiesen.
Auf der Zwei-Cent-Münze der österreichischen Euromünzen, vor deren Einführung auf dem österreichischen Schilling (Ein-Schilling-Münze). Im Logo des österreichischen Alpenvereines und anderer Alpinvereine.. Im Logo des Bergrettungsdienst Österreich. In den Dienstgradabzeichen des österreichischen Bundesheeres. Südtirol Listenzeichen der Südtiroler Volkspartei (SVP), Logo des Alpenverein Südtirol (AVS).
Die österreichische Post hat am 19. Juli 2005 als erste gestickte Briefmarke Österreichs "Edelweiss", auf 400.000 Stück limitiert, herausgebracht.

Das Edelweiss gilt in Deutschland als stark gefährdet. Ursachen sind das Betreten und Befahren der verbliebenen Standorte. Auch in der Schweiz steht das Edelweiss in sämtlichen Kantonen unter strengem Naturschutz und darf nicht gepflückt werden. In Österreich wurde das Edelweiss schon 1886 unter Naturschutz gestellt.

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